Sprache
Land/Region
Hast du ein Konto?
Logge dich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
UV-Harz ist das Material für SLA-, DLP- und LCD-Drucker. Anders als Filament, das geschmolzen und Schicht für Schicht abgelegt wird, liegt Harz flüssig in der Wanne und härtet unter UV-Licht punktgenau aus. Der praktische Unterschied liegt in der Auflösung: Details, die im FDM-Druck an der Düsenbreite scheitern, gibt Resin sauber wieder.
Das Plexiwire Model Resin ist für Figuren, Miniaturen und Modellbau ausgelegt — überall dort, wo Kanten scharf und Oberflächen fein bleiben sollen.
Für Miniaturen im Maßstab 28 mm, Figurenköpfe, Zahnräder mit feinem Modul und Modellbauteile ist Resin dem Filament überlegen. Für alles, was Belastung aushalten oder groß sein soll, gilt das Gegenteil: Ausgehärtetes Harz ist spröder als PLA oder PETG und bricht eher, wo Filament sich verformt.
Eine Halterung, ein Gehäuse oder ein Funktionsteil druckt man weiterhin aus Filament. Eine Figur mit Gesichtszügen druckt man aus Resin.
Ein fertiges Resin-Teil ist nicht fertig, wenn der Druck endet. Es muss gewaschen werden — üblicherweise in Isopropanol — und anschließend unter UV-Licht nachhärten. Ohne diesen Schritt bleibt die Oberfläche klebrig und das Teil erreicht seine Endfestigkeit nicht.
Die Nachhärtezeit hängt von der Wandstärke ab. Zu kurz, und der Kern bleibt weich; zu lang, und das Teil wird spröde und kann feine Risse bekommen.
Flüssiges Harz reizt Haut und Atemwege und kann bei wiederholtem Kontakt eine dauerhafte Sensibilisierung auslösen. Nitrilhandschuhe, Schutzbrille und ein belüfteter Arbeitsplatz sind keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Ausgehärtetes Harz ist unbedenklich. Kritisch ist ausschließlich der flüssige Zustand — beim Befüllen, beim Entnehmen des Teils und beim Waschen. Nicht ausgehärtete Reste und gebrauchtes Isopropanol gehören nicht in den Abfluss; Reste lassen sich in der Sonne aushärten und dann als Feststoff entsorgen.
Beide Verfahren haben ihren Platz, und die meisten Werkstätten nutzen sie parallel. Filament ist unkompliziert: einlegen, drucken, entnehmen, keine Nachbehandlung, keine Schutzausrüstung. Resin verlangt Waschen, Nachhärten, Handschuhe und einen belüfteten Platz — liefert dafür Details, die im FDM-Druck nicht möglich sind.
Die Faustregel: Geht es um Funktion, Größe oder Belastbarkeit, ist Filament die richtige Wahl. Geht es um Oberfläche und feine Details bei kleinen Teilen, ist Resin die einzige.
Dunkel, kühl und fest verschlossen. Tageslicht härtet das Harz in der Flasche langsam an und macht es unbrauchbar. Vor jeder Verwendung gut aufschütteln, damit sich die Pigmente wieder gleichmäßig verteilen — abgesetzte Farbpartikel führen zu ungleichmäßiger Aushärtung.
Das Model Resin gibt es in Schwarz, Weiß und Grau, jeweils in der 500-g-Flasche. Grau ist der übliche Startpunkt für Miniaturen, weil sich Details auf einer neutralen Fläche am besten beurteilen lassen und Grundierung darauf gleichmäßig deckt.