Blumentöpfe & Übertöpfe

Blumentöpfe und Übertöpfe aus dem 3D-Drucker

Ein Blumentopf muss zwei Dinge leisten: die Pflanze sicher tragen und in den Raum passen. Diese Töpfe drucken wir aus PLA, das aus unserer eigenen Extrusion stammt — derselben Anlage, auf der wir seit 2016 Filament für 3D-Drucker herstellen. Der sichtbare Unterschied zu gegossener Keramik liegt in der Oberfläche: Die Druckschichten bleiben als feine, gleichmäßige Riffelung erhalten und zeichnen sich im Streiflicht deutlich ab. Wer eine völlig glatte Oberfläche sucht, ist mit Keramik besser bedient.

Drei Bauarten — vor dem Kauf prüfen

In dieser Kategorie stehen Töpfe mit unterschiedlicher Funktion, und die Unterschiede sind für die Pflanze wichtiger als die Form.

Dekorative Übertöpfe. Der Linea-Übertopf (9 cm hoch, 11 cm breit, Öffnung 7 cm) ist für die Dekoration gedacht, etwa für Sukkulenten oder Trockenpflanzen. Für Pflanzen, die gegossen werden, empfehlen wir einen wasserdichten Einsatz.

Blumentöpfe mit Abflussloch. Modelle wie der texturierte Magenta-&-Olive-Topf (Ø 9–10 cm, mit Untersetzer) oder das Dreierset (Ø 10 cm) haben einen Ablauf, damit sich keine Staunässe bildet. Hier wird direkt eingepflanzt. Der Verda-Topf (15 cm breit) wird mit passender Schale geliefert.

Selbstbewässerung. AQUA ZEN besteht aus einem Außentopf mit Wasserreservoir und einem herausnehmbaren Innentopf. Gegossen wird durch eine seitliche Öffnung, ohne die Pflanze herauszunehmen; Öffnungen im unteren Teil des Innentopfs führen die Feuchtigkeit an den Wurzelbereich.

Größen

AQUA ZEN gibt es in drei Größen: S mit Innentopf Ø 9 cm, M mit Ø 13,5 cm und L mit Ø 18 cm. Die kleineren Modelle der übrigen Serien liegen bei 6 bis 11 cm Höhe und eignen sich für Sukkulenten, Kakteen und kleine Zimmerpflanzen. Die genauen Maße stehen bei jedem Artikel, weil sich die Formen deutlich unterscheiden.

Bei einem Übertopf ist der Innendurchmesser der Öffnung entscheidend: Er sollte etwas größer sein als der Kulturtopf, damit sich die Pflanze ohne Kraft herausheben lässt.

Wo PLA an seine Grenze kommt

PLA wird ab etwa 60 °C weich. Im Innenraum ist das ohne Bedeutung, auf einer Südfensterbank hinter Glas kann es im Hochsommer knapp werden, und im Auto oder Wintergarten ist der Topf fehl am Platz. Das ist eine Eigenschaft des Materials, keine Frage der Verarbeitung. Die Töpfe sind für den Innenbereich gedacht.

Formen, die sich nur drucken lassen

Der eigentliche Grund für einen gedruckten Blumentopf ist die Geometrie. Gießformen brauchen eine Entformschräge, Töpferware braucht Rotationssymmetrie. Im 3D-Druck entfallen beide Einschränkungen: Hinterschnitte, verdrehte Rippen, kantige Facetten und asymmetrische Silhouetten sind ohne Mehraufwand herstellbar.

Ein gedruckter Topf wiegt außerdem deutlich weniger als ein Keramikmodell derselben Größe — ein Punkt, der bei Regalen und Fensterbänken mit begrenzter Tragkraft zählt.

Farbe und Nachbestellung

Mehrere Töpfe derselben Serie lassen sich kombinieren. Da wir das Filament selbst herstellen, entspricht die Farbe einer Nachbestellung der ersten Lieferung, auch Monate später. Bei zugekauftem Material ist ein Farbversatz zwischen Chargen üblich und auf der fertigen Fläche sichtbar.

Reinigung

Feuchtes Tuch, milde Seife, keine Spülmaschine — die Temperaturen dort liegen über der Grenze des Materials. Kalkränder lösen sich mit verdünntem Essig. Scheuermittel hinterlassen auf der Schichtstruktur matte Stellen und sollten nicht verwendet werden.